Wahlarzt-Information

Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient !

Sie haben sich für mich als Wahlarzt entschieden und ich danke Ihnen für Ihr Vertrauen.

Die Bezeichnung „Wahlarzt“ sieht das Gesetz für jene niedergelassenen Ärzte vor, die keinen Kassenvertrag haben. Es handelt sich um ein privates Unternehmen, das nach dem Wahlarztprinzip funktioniert.
Für Wahlärzte haben die Verträge mit den Krankenkassen zwar keine Geltung, sind aber Grundlage für den Kostenersatz an den Patienten.

Die Honorarverrechnung erfolgt auf der Basis der Empfehlung der OÖ Ärztekammer. Es ergeben sich dadurch Honorarunterschiede im Vergleich mit der Honorarliste der gesetzlichen Versicherungsträger. Erbrachte Leistungen werden von den jeweiligen Kassen nur geringfügig oder möglicherweise gar nicht rückvergütet.

Sie haben jedoch die Möglichkeit Honorarrechnungen über den Lohnsteuerausgleich steuerlich geltend zu machen, oder wenn Sie privat versichert sind (Krankenzusatzversicherung) durch Vorlage der Rechnung bei Ihrem Versicherungsvertreter.

Medizinische Gutachten (Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspension, Pflegegeld – Einstufung gemäß § 18a ASVG, usw.) sowie sportmedizinische Untersuchungen sind private Leistungen und werden von dem Versicherungsträger nicht rückerstattet.

Stationäre Behandlungen werden von mir in der Klinik Diakonissen Linz und im Evangelischen Krankenhaus Wien durchgeführt.

Die konservativen und operativen Leistungen in der Klinik Diakonissen Linz sowie im Evangelischen Krankenhaus Wien werden über Ihre private Krankenversicherung direkt abgerechnet. Für nicht zusatzversicherte Patienten erstellen wir gerne Kostenvoranschläge für die jeweilige Operation. Einen Teil der Operationskosten übernimmt die Pflichtversicherung (GKK, SVA, BVA etc.). Sie werden während des stationären Aufenthaltes von mir persönlich betreut und profitieren von der individuellen Betreuung und vom Komfort einer Privatklinik.

Was biete ich Ihnen?

Individuelle Terminplanung, keine oder minimale Wartezeiten, kurzfristige Terminzusagen (Hotline!), professionelle Beratung und Information, entsprechende Zeit, medizinische und menschliche Zuwendung, schnelle Erstellung des Befundberichtes, Problemmanagement.

Patienteninformation


 17.2. – 23.2.2014 Olympiaarzt bei den XXII. Olympischen Winterspielen in Sotschi / Russland

Beschwerden an den Schultergelenken sind vielfältig und können unterschiedliche Ursachen haben. Während bei älteren Patienten häufig quälende Schulterschmerzen, bevorzugt in der Nacht, die Lebensqualität beeinträchtigen, stehen bei jüngeren Patienten meist Instabilitätsprobleme im Vordergrund der klinischen Symptomatik. Wichtig ist bei allen Schulterproblemen rasche und kompetente Diagnostik und Therapie.

Das künstliche Schultergelenk

Auch der künstliche Schultergelenksersatz (=Schulterendoprothetik) bei massiv abgenütztem Schultergelenk war und ist einem rapiden Wandel ausgesetzt. Durch die zunehmende Verbesserung der individuellen Möglichkeiten der Prothesen konnten in den letzten Jahren die Ergebnisse nach Implantation eines künstlichen Schultergelenkes optimiert werden. Die Entwicklung verschiedener Prothesentypen unterstreicht den hohen Bedarf, der gegeben ist. Schmerzgeplagte Schulterpatienten erhalten durch individuell angepasste Prothesen wieder neue Lebensqualität.

Im wesentlichen unterscheidet man spezielle Prothesen bei Trümmerfrakturen des Oberarmkopfes (sog. „Frakturprothese“), den Oberflächenersatz des Oberarmkopfes, Hemiprothesen (= Halbprothesen), Schultertotalprothese mit künstlichem Ersatz der Oberarmkopfes und der Schulterpfanne und als Sonderform die inverse Prothese.

Nach nicht operativer (= konservativer) Therapie und Osteosynthese von Trümmerbrüchen des Oberarmkopfes mit Dislokation der Frakturfragmente vor allem beim alten Menschen mit Osteoporose resultieren oft eine eingeschränkte Beweglichkeit und erhebliche Schmerzhaftigkeit der betroffenen Schulter. Durch den Einsatz einer modernen Frakturprothese wird eine weitgehende Schmerzfreiheit und ein hohes Maß an subjektiver Zufriedenheit erzielt.

Bei der schmerzhaften Arthrose und bei der Rheumaschulter führt der Oberflächenersatz oder der Einsatz einer Schulterhemiprothese bei noch nicht deformierter Schulterpfanne bzw. der Einsatz einer Schultertotalendoprothese bei auch arthrotisch deformierter Schulterpfanne zu einer verbesserten Funktion und Schmerzreduktion.

Zu einer massiven Einschränkung der Lebensqualität mit einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung, Kraftverlust bei der Abduktion und Rotation und eventuell auch Auftreten einer Instabilität an der betroffenen Schulter führt die sog. Rotatorenmanschettendefektarthropathie. Darunter versteht man eine Arthrose mit ausgeprägtem Riß bzw. Defekt an der Rotatorenmanschette, einer Sehnenmanschette, welche haubenförmig den Oberarmkopf umhüllt. Den betroffenen Patienten kann durch Implantation einer inversen Delta Prothese wiederum zu einer Funktionsverbesserung und Schmerzreduktion verholfen werden. Bei diesem Prothesentyp wird an der Schulterpfanne eine Kugel und am Oberarm eine Prothesenpfanne eingesetzt. Es werden also die natürlichen Verhältnisse umgedreht. Über den Zug des Deltamuskels wird das Hochheben des Armes wieder möglich. Diese Prothese stellt heute eine große Bereicherung in der Schulterchirurgie dar und findet neben der bereits erwähnten Rotatorenmanschettendefektarthropathie auch in der Revisionschirurgie nach fehlgeschlagenen Hemi- oder Totalendoprothesensituationen und bei Oberarmkopffrakturen mit begleitender ausgeprägter Rotatorenmanschettenruptur Anwendung.

Impingementsyndrom

Es handelt sich dabei um ein Krankheitsbild, hervorgerufen durch eine Enge im subacromialen Raum.

Ursachen

  • Knörchen

    • subacromialer Sporn
    • kaudaler Sporn an der lateralen Clavicula
    • Os acromiale: es handelt sich dabei um eine Normvariante, welche bei ca. 3- 8% der Gesamtbevölkerung vorkommt. Normalerweise fusionieren die 4 Knochenkerne am Acromion bis zum 25. Lebensjahr. Beim Os acromiale ist diese Fusion ausgeblieben. Falls ein hypermobiles Os acromiale vorhanden ist, kann dieses Os acromiale durch den Zug des Deltamuskels nach kaudal kippen und den Subacromialraum einengen.
    • Kalkherd

  • Weichteile

    • Bursitis subacromialis
    • Tendinitis der Rotatorenmanschette (=RM)
    • Tendinitis der langen Bicepssehne
    • Ruptur der langen Bicepssehne
    • RM Total- oder Teilruptur: Dabei entsteht das Impingementsyndrom einerseits durch die aufgeworfenen Sehnenstümpfe, andererseits auch durch die fehlende bzw. geschwächte RM Funktion, d.h.: durch die geschwächte oder fehlende Depressorfunktion.

  • Neurogen

    • Läsion des N. suprascapularis (innerviert M. supra- und infraspinatus)

  • Instabilität

    • sog. Instabilitätsimpingement

Stadien (Klassifikation nach Charles Neer 1972)

  • Stadium I: Ödem und Einblutung in die Bursa subacromialis

    • wie z.B. nach Schulterprellungen
    • Patienten meist unter 25 Jahre alt

  • Stadium II: Tendinitis und Fibrose

    • zw. 25. und 40.Lj.

  • Stadium III: Sehnenruptur und Osteophyten
Klinik
  • Bewegungsschmerz, vor allem beim Hochheben und Retroversion des Armes
  • Nachtschmerz
  • positive Impingementtests
  • schmerzhafter Bogen zwischen 70 – 120°
  • ev. schmerzhaft abgeschwächte Rotatorenmanschettentests
Diagnostik

erfolgt durch Röntgen Schulter ap , axial (Os acromiale!) und outlet view. In der outlet view Aufnahme können subacromiale Sporne nachgewiesen werden. Beurteilung des Acromiontyps nach Bigliani und Morrison.

  • Acromiontyp I (=Normaltyp) 

    • flat acromion oder flaches Acromion

  • Acromiontyp II

    • curved acromion oder bogenförmiges Acromion

  • Acromiontyp III

    • hooked acromion oder hakenförmiges Acromion

Therapie

  • Primär konservativ!

    • subacromiale Infiltration mit Xyloneural und Volon A10 (nicht öfter als 2-3x)
    • Voltaren 100mg 2x1 für 5 Tage. Magenschutz!
    • Ev. Ultraschallbehandlung
    • Heilgymnastik (oberarmkopf- und scapulastabilisierende Übungen für 6-8 Wochen)
    • Bei Cervikalsyndrom zusätzlich auch Therapie für die HWS (Traktions HG, Elektrotherapie für die HWS, jedoch nicht für die Schulter
    • Akupunktmassagen / Akupunktur

Sollte es unter der konservativen Therapie innerhalb von 6-8 Wochen zu keiner Besserung kommen, ist die OP (arthr. subacromiale Dekompression) indiziert.

Kalkherd an der Schulter (Tendinosis calcarea)

Es handelt sich um eine in 3 Stadien ablaufende Schultererkrankung. Betroffen sind vor allem Frauen zwischen dem 35. – 50 Lebensjahr. (Geschlechtsverhältnis Frauen:Männer = 7:1). Die Kalkherde sind in der RM lokalisiert, in mehr als 80% in der Supraspinatussehne.

  1. Formierungsstadium
  2. Ruhestadium
  3. Resorptionsstadium

Die Dauer des 1. und 2. Stadiums ist unbestimmt. Es kann Jahre dauern, bis ein Kalkherd ins Resorptionsstadium eintritt.

Im Stadium 1 und 2 kann das klinische Bild eines Impingementsyndroms bestehen. In diesem Stadium Therapie wie bei einem Impingementsyndrom. Sollte es unter der konservativen Therapie innerhalb von 6-8 Wochen zu keiner Besserung kommen, ist die OP indiziert ( arthr. Kalkherdexstirpation). Weiters kommt auch vielerorts die extrakorporale Stoßwellentherapie zur Anwendung. Neuere Studien zeigen allerdings keine eindeutige Wirksamkeit dieser Therapiemethode bei der Tendinosis calcarea.

Das Resorptionsstadium (=Auflösung des Kalkherdes) dauert ca. 4-6 Wochen. Klinisch findet man ein hochschmerzhaftes Krankheitsbild mit Pseudoparalyse der betroffenen Schulter. Bei der klinischen Untersuchung findet sich immer eine hochschmerzhafte Stelle an der betroffenen Schulter (=Lokalisation des Kalkherdes).

Therapie

  • Needling mit Xyoloneural und Volon A10

    • Es wird dabei der Kalkherd mit einer kurzen gelben Nadel mehrmals angestochen und in kleinen Portionen immer wieder Xyloneural und Volon A10 infiltriert. Der Kalkherd befindet sich am Punktum maximum des Druckschmerzes.

  • NSAR
  • Nach Abklingen des akuten Schmerzes Physiotherapie (oberarmkopfzentrierende und scapulastabilisierende Übungen)

Schulterinstabilität

Grundsätzlich ist eine traumatische Instabilität von einer atraumatischen Instabilität zu unterscheiden.

Traumatische Schulterluxation (Schulterverrenkung)

In 95% der Fälle handelt es sich um eine vordere Luxation, in nur 5% um eine hintere Luxation. Hintere Luxationen treten vor allem nach einem cerebralen Krampanfall und auch im Rahmen von Hochrasanztraumen (Verkehrsunfälle) auf. Im Rahmen der traumatischen Schultererstluxation entstehen Begleitschäden, welche das Wiederauftreten von Luxationen begünstigen (sog. Rezidivluxationen).

Dazu zählt man folgende Schäden:

  • Hill Sachs Läsion oder Hill Sachs Delle (=Impression am dorsolateralen   Oberarmkopf
  • Sog. Bankartläsion (=knöcherne Knochenabsprengung am ventrocaudalen Pfannenrand oder ventrocaudale Labrumläsion)
  • Kapselüberdehnung 
  • Ruptur der glenohumeralen Bänder  wie z.B. die sogenannte HAGL Läsion (=humeral avulsion glenohumeral ligament), ein humerusseitiger Riss des unteren glenohumeralen Bandes.
  • Bei hinteren Luxationen die sog. Reverse Hill Sachs Läsion, eine dorsokaudale Labrumläsion oder auch ein dorsokaudaler Pfannenrandbruch.
Therapie

Im Rahmen der Erstversorgung Reposition nach Arlt, anschließend Ruhigstellung im Verband. Nach neueren Untersuchungen hat sich eine Verbandanordnung in leichter Außenrotation bewährt – Ultrasling ER Verband für 3 Wochen (siehe Literaturangaben am Ende dieses Textes).

OP Indikation bei

  • Rezidivluxationen
  • Schultererstluxation bei Patienten jünger als 20 Jahre
  • Relative OP Indikation bei Patienten zwischen 20 und 30 Jahren 

Bei Patienten älter als 30 und traumatischer Schultererstluxation konservative Behandlung (Verband für 3 Wochen) und anschließender Physiotherapie (stabilisierende Übungen). 

Bei Patienten älter als 40 stellt die Subscapularissehnenruptur eine wichtige Begleitverletzung der Schulterluxation dar und muss ausgeschlossen werden (Sonographie). Bei Vorliegen einer Subscapularissehnenruptur ist eine Operation notwendig.

Multidirektionale Instabilität - atraumatische Luxation

Es handelt sich dabei um Patienten mit einer generalisierten Gelenkslaxizität (Überstreckbarkeit von Fingergelenken, Ellbogen und Knie). Es findet sich eine Instabilität in mehr als einer Richtung, also nicht nur nach vorne, sondern auch nach hinten und unten. Multidirektionale Instabilitäten sind häufig bilateral, d.h. auch auf der Gegenseite findet sich eine Instabilität.

Klinik

  • positiver Load and Shift Test nach ventral und dorsal
  • positives Sulcus Sign

Therapie

  • Konservativ!

    • Physiotherapie (oberarmkopf- und scapulastabilisierende Übungen)

Nur in seltenen Fällen ist nach fehlgeschlagener konservativer Therapie die Operation indiziert.

Referenzen:
In neueren Studien hat sich gezeigt, dass durch eine spezielle Verbandsanordnung nach traumatischer Schulter Erstluxation die Rezidivrate signifikant gesenkt werden kann. Ich verweise auf folgende Publikationen:
Itoi E, et al. A new method of immobilization after traumatic anterior dislocation of the shoulder: A preliminary study. JSES 2003; 12: 413 – 415   
Itoi E, et al. Position of immobilization after dislocation of the glenohumeral joint: A study with use of magnetic resonance imaging. J Bone Joint Surg (Am) 2001; 83: 661-7

Riss der Rotatorenmanschette

Bei der Rotatorenmanschette handelt es sich um eine Sehnenmanschette, welche haubenförmig den Oberarmkopf umfasst und aus 4 Sehnen besteht:

  • Subscapularissehne vorne
  • Supraspinatussehne oben
  • Infraspinatus- und Teres minor Sehne hinten

Funktionell zählt man auch die lange Bicepssehne, welche zwischen Subscapularis- und Supraspinatussehne im sogenannten Rotatorenintervall verläuft, zur Rotatorenmanschette. Die Rotatorenmanschette ist dafür verantwortlich, dass der Oberarmkopf ins Zentrum der Schulterpfanne in jeder Phase der Schulterbewegung ausgerichtet wird. Die Rotatorenmanschette hat außerdem eine wichtige Depressorfunktion.

Klinik

  • Klinik wie beim Impingementsyndrom
  • Zusätzlich finden sich positive Rotatorenmanschettentests

Diagnostik

  • Sonographie – bei Verdacht auf frische Ruptur oder Ruptur der Subscapularissehne
  • MR

Therapie

Bei chronischer Ruptur der Supraspinatussehne und Patient älter als 60 Jahre primär Therapie wie beim Impingementsyndrom.

In den übrigen Fällen ist eine Operation angezeigt.  In den meisten Fällen werden die gerissenen Sehnen wieder arthroskopisch („Schlüssellochchirurgie“) genäht.

In manchen Fällen müssen Sehnendefekte allerdings auch mittels Muskeltransferoperationen gedeckt werden oder werden in Abhängigkeit von Patientenalter und Befundkonstellation auch mittels Implantation eines speziellen künstlichen Schultergelenkes behandelt.

In all diesen Fällen sollten Sie einen Spezialisten für Schulterchirurgie aufsuchen, welcher nach exakter klinischer Untersuchung und suffizienter apparativer Diagnostik mit Ihnen gemeinsam die weitere Therapie plant.

Frozen shoulder (Schultersteife)

Es handelt sich dabei um eine entzündliche in Phasen verlaufende Schultererkrankung, welche bevorzugt bei Frauen zwischen 40. und 70. Lebensjahr auftritt. Die Schultersteife beginnt mit einer unspezifischen Entzündung der Gelenkskapsel. Zunächst stehen Schulterschmerzen im Vordergrund ( Schmerzphase ), die zur zunehmenden Schonung des betroffenen Armes führen. In Kombination mit der Entzündung kommt es zu einer Kapselschrumpfung, welche die Beweglichkeit des Schultergelenkes weiter einschränkt ( Einsteifungsphase ).  Schließlich kann sich die Erkrankung spontan innerhalb von etwa 2 Jahren zurückbilden (Rückbildungs- oder Regenerationsphase)

Man unterscheidet eine sog. 

  • primäre frozen shoulder

    • Diabetes mellitus
    • Fettstoffwechselstörungen
    • Hyperthyreose …

  • sekundäre frozen shoulder

    • nach Schulteroperationen
    • nach Schulterverletzungen
    • nach Schultererkrankung (z.B. Impingementsyndrom)

Klinik
Typisch für die frozen shoulder ist die Einschränkung sowohl der passiven wie auch aktiven Schulterbeweglichkeit.

Therapie
Primär konservativ!

  • intraartikuäre Infiltration mit Xyloneural und Volon A 10 (schwierig, da das Gelenk bei der frozen shoulder sehr eng ist!)
  • orale Prednisolontherapie 

Tag 1-5: 40 mg, 
Tag 6-10: 30 mg, 
Tag 11-15: 20 mg,
Tag 16-20: 10 mg
Tag 21-25: 5 mg

  • NSAR
  • Physiotherapie (Dehnungsübungen)

Sollte es unter einer konservativen Therapie über 3-6 Monate zu keiner Besserung kommen, ist die OP indiziert (arthroskopisches Kapselrelease und Narkosemobilisation mit nachfolgender Physiotherapie).

Schulterverletzungen bei Überkopfsportarten

Zunehmende sportliche Aktivitäten  und steigende Lebenserwartung haben in den vergangenen Jahren zu einem Anstieg  von  Schultererkrankungen und Schulterverletzungen sowohl beim jungen als auch älteren Menschen geführt. Diese Tendenz wurde zusätzlich durch das Aufkommen von Risikosportarten (Snowboard, Inlineskaten, Carving) sowie durch die Zunahme von populären Überkopfsportarten (Tennis, Squash, Golf), die das Schultergelenk besonders beanspruchen, verschärft.

Vor einigen Jahren galt der Schulterschmerz bzw. die Schulterverletzung noch als schicksalshaft und konnte aufgrund fehlender Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten lediglich symptomatisch im Sinne einer Schmerzbehandlung therapiert werden. Die Entwicklung neuer diagnostischer Möglichkeiten wie Kernspintomographie (Bildgebung mittels elektromagnetischer Wellen) als auch Schulterarthroskopie (Gelenkspiegelung) haben zu einem besseren Verständnis von Schultererkrankungen und –verletzungen beigetragen. Dieses bessere Verständnis für das lange Jahre therapeutisch vernachlässigte Schultergelenk war auch wegweisend für die Entwicklung neuer konservativer und operativer Behandlungen. Gerade die operative Therapie hat in den letzten Jahren eine stürmische Entwicklung genommen, sodass heute sehr viele Operationen arthroskopisch (sog. „Schlüssellochchirurgie“) durchgeführt werden. Mit der arthroskopischen Technik kann unter Zuhilfenahme von hochentwickelten, speziellen Instrumenten und Implantaten eine für den Patienten schonende Wiederherstellungschirurgie mit verkürzter Rehabilitation angeboten werden. 

Bei Überkopf - und Wurfsportlern kann es im Zuge immer wiederkehrender Belastungen im Training und Wettkampf zu einer Lockerung des vorderen Kapsel-Bandapparates kommen, die bei einem gleichzeitig bestehenden muskulärem Ungleichgewicht das Entstehen einer Gelenkinstabilität begünstigen kann. In schweren Fällen kommt es zu einer Verrenkung des Schultergelenkes mit Begleitverletzungen am vorderen unteren Schulterpfannenrand – sog. Bankartläsion. Eine weitere typische Verletzung des Werfers stellt der Ausriß der Schultergelenkslippe im Bereich des Ansatzes der Bicepssehne dar - sog. SLAP Läsion. Arthroskopisch kann diese ausgerissene Schultergelenkslippe mittels Titan-Fadenankern oder selbstauflösenden Fadenankern wieder an die Schulterpfanne fixiert werden.

Bei der Wurfbewegung bzw. Überkopftätigkeiten kann es weiters zu einer Einklemmung von Sehnen an der Schulter bzw. zu Rissen oder Teilrissen dieser Sehnen kommen. Auch Sehnenrisse an der Schulter können in „Schlüssellochtechnik“ über 3 - 4 ca. 1 cm große Hautschnitte genäht werden.

Einklemmungsbeschwerden an der Schulter können auch durch Kalkablagerungen in den Sehnen der sog. Rotatorenmanschette ausgelöst. Auch diese Kalkablagerungen können problemlos durch einen kleinen arthroskopischen Eingriff entfernt werden. Erstmalig in Österreich wurden am Klinikum Kreuzschwestern Wels die arthroskopische Verschraubung bei Schulterpfannenbrüchen und bei Schultereckgelenkssprengungen (durchgeführt. Auch seltene Verletzungen wie ein sog. spinoglenoidales Ganglion – eine mit Gelenksflüssigkeit gefüllte Ausstülpung der Gelenkskapsel – werden vom Kompetenzzentrum Schulterchirurgie am Klinikum Kreuzschwestern Wels arthroskopisch behandelt.

Durch diese schonenden Operationsmethoden können in den meisten Fällen schmerzhafte Prozesse im Bereich des Schultergürtels beseitigt werden, wodurch eine verbesserte Lebensqualität und gesteigerte körperliche Aktivitäten bis ins hohe Alter resultieren. 

FAQ

Tennis

Das Schultergelenk ist sowohl bei Hobby- wie auch Profitennisspielern besonderen Belastungen ausgesetzt. Welche Schulterverletzungen treten gehäuft bei Tennisspielern auf?

Im Vordergrund stehen Instabilitätsbeschwerden, Verletzungen im Ansatzbereich der Bicepssehne und Einklemmungsbeschwerden. Durch häufige Überkopfbewegungen wie beim Tennisaufschlag und dem Smash kann es zu einer Überlastung des vorderen Kapselbandapparates kommen mit der Folge einer vorderen Gelenkinstabilität, eventuell aber auch einer Totalverrenkung der Schulter.
Durch extreme Zugbelastung beim Abbremsen der Aufschlagbewegung und der nachfolgenden Ausschwungphase kann es auch zu einer Schädigung des Bicepssehnenansatzes am oberen Schulterpfannenrand kommen, einer sog. Slap Läsion.
Im Rahmen der Überkopfbewegung können Sehnen der sog. Rotatorenmanschette einerseits zwischen Schulterdach und Oberarmkopf und andererseits auch zwischen Schulterpfanne und Oberarmkopf eingeklemmt werden. Die Folge sind Entzündungen im Bereich dieser Sehnen, was zum Anschwellen der betroffenen Strukturen führt und wiederum die Einklemmungssymptomatik verstärkt. Es entsteht ein. sog. Impingementsyndrom. 

Wie können diese Verletzungen behandelt werden?

Bei den erwähnten Slap Läsionen und Gelenkslippenabrissen, wie sie nach Schultertotalverrenkungen auftreten, wird beim jungen Patienten eine Operation notwendig. Diese Operationen werden arthroskopisch über 3 ca. 1 cm lange Hautschnitte durchgeführt. Dabei wird das abgerissene Gewebe mit selbstauflösenden Fadenankern, welche in die Schulterpfanne eingebracht werden, wieder an die knöcherne Schulterpfanne fixiert.

Instabiltäten und Einklemmungsbeschwerden können in den meisten Fällen problemlos konservativ, d.h. ohne Operation behandelt werden. Relative Schonung für kurze Zeit, entzündungshemmende Medikamente und ein progressives physiotherapeutisches Programm zur Kräftigung der Rotatorenmanschette und der scapulastabilisierenden Muskulatur in Verbindung mit Dehnungsübungen führen zu einem Abklingen des Beschwerdebildes.

Gibt es vorbeugende Maßnahmen, welche derartige Verletzungen verhindern?

Die Prophylaxe beginnt mit einem adäquaten Programm aus Beweglichkeits-, Dehnungs- und Kraftübungen in der Vorbereitungssaison, das konsequent in der Wettkampfsaison beibehalten werden muß. Vor jeder Trainingseinheit und jedem Wettkampf sollte ein sorgfältiges Aufwärmen durchgeführt werden. Einspielen mit kurzen Schlägen geringerer Intensität, wobei erst allmählich die volle Schlagkraft eingesetzt wird. 

Auch durch Technikänderung können auftretende Schulterbeschwerden beseitigt oder zumindest reduziert werden wie z.B.: weichere Schläge mit mehr Schnitt oder auch stärkere Rumpfbeugung nach hinten- seitwärts, um dadurch das erforderliche Ausmaß an Abduktion im Schulterbereich zu vermindern.


Golfen

Kann es im Golfsport zu Verletzungen der Schulter kommen und um welche Verletzungen handelt es sich dabei? 

Statistisch ist die Schulter bei Profi Golfspielern das am 3. häufigsten verletzte Gelenk nach der Lendenwirbelsäule und dem Handgelenk. Bei Hobby Golfspielern bzw. Amateurgolfern ist die Schulter nach einer amerikanischen Statistik das am 4. häufigsten verletzte Gelenk (nach Lendenwirbelsäule, Ellbogen und Handgelenk ), nach einer europäischen Statsistik das 2. häufigste verletzte Gelenk (nach dem Ellbogen). 

Man sieht im Golfsport vor allem Beschwerden von Seiten des Schultereckgelenkes (nach einer Studie von Mallon and Collosimo 1995 53% von 35 Profi- und Wettkampfspielern mit Schulterbeschwerden) und Beschwerden von Seiten eines sog. Impingementsyndroms (26%). Betroffen ist vor allem die Führungsschulter. Bei der Ausholbewegung, bei der die Führungsschulter zur anderen Schulter in Kombination mit einer Innenrotation geführt wird, kommt es zur Kompression im Schultereckgelenk und auch zum Einklemmen der Rotatorenmanschette zwischen Schulterdach und Oberarmkopf. Dies kann zu Entzündungen und Reizzuständen im Schultereckgelenk, an der Rotatorenmanschette, der Bicepssehne und einem Schleimbeutel unter dem Schulterdach kommen, was zur Entstehung eines Impingementsyndroms führt.
Etwas weniger häufig findet man auch Schultergelenksinstabilitäten,vor allem hintere Instabilitäten (12%) und Verletzungen im Bereich des Bicepssehnenansatzes, sog. Slap Läsionen. 

Gibt es hierfür Behandlungsmöglichkeiten?

Impingementsyndrome und leichte Schulterinstabilitäten werden bevorzugt konservativ – d. h. ohne Operation behandelt. Relative Schonung für kurze Zeit, entzündungshemmende Medikamente und ein progressives physiotherapeutisches Programm zur Kräftigung der Rotatorenmanschette und der scapulastabilisierenden Muskulatur in Verbindung mit Dehnungsübungen führen zu einem Abklingen des Beschwerdebildes. Bei Kadersportlern sind natürlich die Doping – Richtlinien zu beachten, speziell bei Infiltrationen mit Cortison. In diesem Fall muß vorher um eine medizinische Ausnahmeregelung bei der nationalen Anti-Doping Agentur (NADA) angesucht werden. Nur selten wird bei diesen Beschwerden eine Operation notwendig und wird dann in Form einer sog. Schlüssellochchirurgie arthroskopisch durchgeführt. Es werden dabei Knochensporne abgetragen, der Raum zwischen Schulterdach und Oberarmkopf arthroskopisch erweitert und auch Sehnen arthroskopisch genäht. 

Slap Läsionen stellen in aller Regel operationspflichtige Verletzungen dar. Diese Operation wird arthroskopisch über 2 - 3 ca. 1 cm lange Hautschnitte durchgeführt. Dabei wird das abgerissene Gewebe mit selbstauflösenden Fadenankern, welche in die Schulterpfanne eingebracht werden, wieder an die knöcherne Schulterpfanne fixiert.

Rehabilitation:
- Dorsale Instabilität: scapulastabilisierende Übungen, vor allem Kräftigung des M. serratus anterior
- Vordere Instabilität: dorsale Kapseldehnung –Kräftigung der Rotatorenmanschette – Kräftigung des vorderen Deltamuskels.
- Impingement und RM – disease: RM Kräftigung, Cortisoninjektion.

Zusätzlich Evaluierung des Golfschwungs: Verkürzung der Ausholbewegung und des Ausschwingens. Flexibilitätstraining für Rumpf, Hüfte und Beine um auf diesem Weg die geringere Rotation in der Schulter zu minimieren. Reduktion des Trainings, vor allem Abschläge; in dieser Zeit kann Putten, Chippen und das kurze Spiel geübt werden. Erst wenn die Beschwerden besser werden, kann wieder das volle Training aufgenommen werden.

Prävention:
Strukturiertes Programm mit täglichem Flexibilitätstraining und Kräftigungstraining, welches nicht nur die Schulter, sondern auch den Rumpf und die Beine miteinbezieht. Zusätzlich kardiovaskuläres Training, Aufwärmen.


Radfahren

Im Rahmen von Radstürzen kommt es immer wieder auch zu Verletzungen im Bereich des Schultergürtels. Welche Strukturen werden dabei vor allem verletzt? 

Hauptsächlich handelt es sich um Schlüsselbeinbrüche und um Verrenkungen des Schultereckgelenkes, im Fachausdruck Acromioclaviculargelenk genannt. Beide Verletzungen entstehen durch direkten Sturz auf die betroffene Schulter. Auch bekannte österreichische Profiradrennfahrer erlitten bereits derartige Verletzungen wie z.B.: Rene Haselbacher und auch Wolfgang Fasching.

Wie sieht das Behandlungskonzept dieser Verletzungen aus?

Schlüsselbeinbrüche werden großteils ohne Operation mit einem sogenannten Rucksackverband für 4 Wochen behandelt. Nur ganz selten sind Operationen notwendig. Bei Schultereckgelenkssprengungen ist die Behandlung abhängig vom Schweregrad der Verletzung. Leichtere Formen werden durch Ruhigstellung in einem Schulterverband und Physiotherapie behandelt. Bei schwereren Formen besteht international unter den Schulterchirurgen keine einheitliche therapeutische Linie. Während in den USA diese Verletzungen üblicherweise ebenfalls primär ohne Operation behandelt werden, werden in Europa diese Verletzungen operiert. 

Wie kann hier vorbeugend eingewirkt werden?

Eine effektive Prävention ist sehr schwierig. Ein Ansatz wäre ein kräftiges Muskelkorsett durch gezielte Kräftigung der Schultermuskulatur, weiters eine gute Abpolsterung und die Verwendung von Schulterprotektoren. In der Praxis, vor allem im Profisportbereich, ist die Verwendung von Schulterprotektoren wohl nur schwer umsetzbar, außer es wird generell für alle Athleten vorgeschrieben.


Schi – und Snowboard

Wie schaut es mit Verletzungen und Überlastungsschäden der Schulter im bei uns sehr populärem Wintersport aus, hier insbesondere im Schi – und Snowboardsport. Welche Erfahrungen haben Sie als langjähriger Teamarzt des österreichischen Schiverbandes mit Wintersportverletzungen?

Das Schultergelenk ist bei Schifahrern und Snowboardern das am 2. häufigsten verletzte Gelenk. Da Schiunfälle oft mit hohen Geschwindigkeiten passieren, kommt es auch häufig auch zu schweren Verletzungen mit Brüchen des Oberarmes bzw. Oberarmkopfes ( Beispiel Klaus Kröll beim Weltcupfinale in der Lenzerheide im März 2013) oder Schlüsselbeinbrüchen. Eine häufige Verletzung stellt im Schisport auch die Schultereckgelenkssprengung (AC Luxation) nach Sturz auf die Schulter und die Verenkung des Schultergelenkes (Schulterluxation) beim Hängenbleiben mit dem Arm.

Wie werden diese Verletzungen behandelt?Grundsätzlich gleich wie bei den anderen Sportarten bereits diskutiert. Da es sich aber häufig um Hochrasanztraumen mit entspreechend höherem Schweregrad der Verrenkungen sowie auch starker Verschiebung der Bruchstücke bei Brüchen und auch oft um junge Patienten handelt, ist bei diesen verletzten Wintersportlern tendenziell häufiger eine Operation notwendig.

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Gerry Posch

Herzlichen Dank für die erfolgreiche OP an meiner Schulter und die anschließende Behandlung. Es ist dir sowohl gelungen, mir die Angst vor der Operation zu nehmen, sowie mich einzubremsen bei meinen übermütigen Tätigkeiten bei der Therapie.

Gerry Posch

ÖSV - Schicross Nationaltrainer

Am 8.2. 2016 haben Sie mir meine desolate und sehr schmerzhafte Schulter operiert - mit bestem Erfolg - vielen Dank dafür. Meine Schmerzen waren sofort nach KH-Entlassung weg und habe seither auch keine Schmerzmittel mehr benötigt. Ich möchte mich ganz herzlich bei Ihnen bedanken für die super gelungene OP.

Christine Stangl

 

Kevin Payton

Danke für die perfekt gelungene Schulter OP und anschließende Weiterbehandlung. Dadurch kann ich wieder auf höchstem Level in der österreichischen Basketball Liga (ABL) spielen. 

Kevin Payton

Basketballspieler

Rödig Helmut

Nach meinen bisherigen Erfahrungen: ein Volltreffer! 
Ein gründlicher, geduldiger, offener, top-ausgebildeter Arzt und erfolgreicher Operateur, mit einem gut organisierten und superfreundlichen Praxisteam, daher: uneingeschränkt weiter zu empfehlen.

Rödig Helmut

Unternehmer - Hamburg